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Sachsens Glanz

Die Musik der Dresdner Hofkapelle zur Zeit Augusts des Starken

J. G. Pisendel
Violinkonzert D-Dur
Concerti in G & D

J. D. Heinichen
Serenata di Moritzburg
Konzertsatz c-moll

Ensemble Amadeus
Leitung: Normann Kästner
www.ensemble-amadeus.de Niederwürschnitz, Johanniskirche
Sonntag, 6. Mai 2012,17:00 Uhr

Die Dresdner Hofkapelle war bereits im ausgehenden 17. Jahrhundert eines der bedeutendsten europäischen Musikensembles und erlebte in der Zeit des Hochbarock einen weiteren Aufschwung. Ihre Besetzung mit hochkarätigen Virtuosen an allen Blas- und Streichinstrumenten verdankte die Hofkapelle dem Repräsentationsbedürfnis und Kunstinteresse der sächsischen Kurfürsten. Friedrich August der I., genannt August der Starke (1694 - 1733) und sein Sohn Friedrich August der II. (1733 - 1763) - beide waren unter den Namen August II. bzw. August III. auch Könige von Polen - ließen sich die standesgemäße Musik etwas kosten.

Das Ensemble Amadeus präsentiert im 15. Jahr seines Bestehens unter der Leitung von Normann Kästner Musik, die von den langjährigen Konzertmeistern der Hofkapelle, Johann Georg Pisendel und Johann David Heinichen speziell für das Dresdner Orchester geschrieben wurde. Die Noten dazu mussten aufwändig aus alten Handschriften, die in der Sächsischen Landesbibliothek lagern, abgeschrieben und in eine heute nutzbare Form gebracht werden. Zur Aufführung kommen neben zwei einsätzigen, reich mit Bläsern besetzen Concerti (eines davon erklang 1751 erstmalig zur Einweihung der Dresdner Hofkirche) auch ein virtuoses Violinkonzert J. G. Pisendels in D-Dur (Solistin: Chris Törpe, Wilkau- Haßlau). Außerdem erklingt die „Serenata di Moritzburg", eine farbenprächtige Unterhaltungsmusik, die während eines Festmahls nach erfolgreicher Jagd im Oktober 1719 auf dem Jagdschloss Augusts des Starken erstmalig aufgeführt wurde. Erleben Sie die ganze Klangpracht barocker Musik mit einer Reihe außergewöhnlicher und selten zu hörender Kompositionen!

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte zur Deckung der Kosten wird herzlich gebeten.